Zahnärztliche Notfälle

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Behandlungszimmer 3 in der Zahnarzt Praxis Finkeldey und Dr. Laurisch

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Notfälle

Ein Zahnärztlicher Notfall ist schnell geschehen: Unfälle, Verletzungen, schmerzhafte Schwellungen und Entzündungen müssen dringend behandelt werden. Nachfolgend haben wir einige Notfälle beschrieben, die wir in unserer Zahnarztpraxis in Korschenbroich häufig sehen und möchten Ihnen einige Empfehlungen und Verhaltenstipps geben, um Ihre Behandlung zu erleichtern und Ihnen schnell zu helfen. Diese Hinweise dienen zu Ihrer Information, ersetzen aber keinesfalls eine zahnärztliche oder ärztliche Untersuchung und Behandlung. Suchen Sie immer schnellstmöglich einen Zahnarzt oder Arzt auf.
Bei einem Unfall, bespielsweise einem Sturz aufs Gesicht oder einem Stoß gegen die Zähne kann es zu Weichteilverletzungen und Zahnfrakturen kommen. Verletzungen im Gesicht erzeugen fast immer eine starke Blutung und eine ausgedehnte Schwellung. Häufig, z.B. bei einem Sturz, ist die Wunde verunreinigt. Abgesehen von keinen Zahnfrakturen (z.B. nach einem unglücklichen Stoß eines Trinkglases gegen eine Schneidekante eines Zahnes) sollten Sie im Falle von Weichteilverletzungen und Blutungen einen Krankenwagen rufen oder sich schnellstmöglich in die Notaufnahme, idealerweise in die eines Krankenhauses mit einer Mund- Kiefer- Gesichtschirurgischen Ambulanz begeben. In unserer Region ist dies z.B. das Bethesda Krankenhaus in Mönchengladbach oder die Uniklinik Düsseldorf.

Besonders wichtig ist, dass Sie eventuell abgebrochene Zahnstücke oder Bestandteile von Zahnersatz einsammeln und mitnehmen, denn oftmals können diese wiederbefestigt werden. Lagern Sie diese Fragmente idealerweise in einer SOS Zahnbox, steriler Kochsalzlösung aus der Apotheke oder kalter H-Milch aus dem Supermarkt. In jedem Fall sollte die Vorstellung bei einem Zahnarzt so schnell wie möglich erfolgen. Reiben Sie die Zahnfragmente auf keinen Fall mit einem Tuch ab.

Ausgeschlagene Zähne können häufig wieder eingesetzt und erhalten werden. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die empfindliche Wurzelhaut, die sich auf dem Zahn befindet, nicht weiter beschädigt wird. Fassen Sie daher einen ausgefallenen oder ausgeschlagenen Zahn niemals an der Wurzel, sondern nur an der Zahnkrone an.

Es ist nun besonders wichtig, schnell zu handeln. Lagern Sie den Zahn idealerweise in einer SOS Zahnbox (erhältlich in der Apotheke) oder steriler Kochsalzlösung (ebenfalls Apotheke). Sollte keines dieser Mittel verfügbar sein, eignet sich auch kalte H – Milch, denn diese ist fast steril. Als Notfallmaßnahme können Sie den Zahn auch in der eigenen Mundhöhle, unter der Zunge, vorsichtig lagern.

Begeben Sie sich sofort auf den Weg zum Zahnarzt, z.b. in unsere Zahnarztpraxis in Korschenbroich, oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses mit einer Mund- Kiefer und Gesichtschirurgischen Abteilung.

Als helfende Person sollten Sie den Patienten bequem lagern und transportieren. Wenn Sie sich unsicher sind, rufen Sie lieber einen Krankenwagen. Reichen Sie im Falle einer Blutung ein sauberes Stofftuch. Dieses kann zusammengerollt vorsichtig auf die Wunde gedrückt werden, um die Blutung zu stillen.

Als Schmerzmittel eignen sich Paracetamol und Ibuprofen (bitte eventuelle Allergien beachten). Verwenden Sie keinesfalls Aspirin, da dies eine vorliegende Blutung noch verstärken wird.

Entzündete oder verletzte Zähne erzeugen oft Schwellungen im Bereich der Zähne oder der Schleimhaut. Meistens sind diese Schwellungen schmerzhaft und bilden sich bei einer bakteriellen Infektion, z.B. durch einen vereiterten Zahn.

Eine solche Schwellung muss schnell behandelt werden, da die Entzündung sonst auf andere Bereite des Körpers übergreifen kann. Dies kann in Extremfällen lebensbedrohliche Infektionen verursachen, sodass Sie eine „dicke Backe“ nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten, insbesondere, wenn die Beschwerden schon mehrere Tage anhalten oder sie Fieber haben oder Übelkeit verspüren.

Als Sofortmaßnahme können Sie den Kopf hochlagern, die Stelle vorsichtig kühlen und Ibuprofen oder Paracetamol (eventuelle Allergien beachten) gegen die Schmerzen einnehmen. Verwenden Sie kein Aspirin, da dies eine Blutung erzeugen kann.

Zahnschmerzen sind häufig ein Zeichen einer bakteriellen Infektion. Oft zeigt sich auch nach einigen Tagen eine größere Schwellung. Zahnschmerzen müssen immer vom Zahnarzt abgeklärt werden und sollten keinesfalls ignoriert werden.

Bei leichten Beschwerden kann es ausreichend sein, einen Termin bei uns oder Ihrem Hauszahnarzt zu vereinbaren. Bei stärkeren oder zunehmenden Beschwerden sollten Sie jedoch umgehend einen Zahnarzt aufsuchen.

Zur Schmerzbeseitigung eignen sich Ibuprofen und Paracetamol (eventuelle Allergien beachten). Verwenden Sie bitte kein Aspirin, da dies im Falle einer späteren Behandlung eine Blutung erzeugen kann.

Im Falle einer Nachblutung, z.B. nachdem ein Zahn entfernt wurde, ist es unbedingt erforderlich, die Blutung schnellstmöglich zum Stillstand zu bringen. Nehmen Sie ein sauberes Stofftuch (kein Papier) oder notfalls eine frisch gewaschene Socke oder ein anderes Kleidungsstück, rollen dies auf die zum Blutungsort passende Größe zusammen, legen es auf die Wunde und beißen vorsichtig zu. Nach 15 – 20 Minuten können Sie das Tuch vorsichtig entfernen. Die Blutung sollte nun zum Stillstand gekommen sein.

Sollte die betreffende Wunde weiterhin bluten, suchen Sie bitte unbedingt schnellstmöglich einen Zahnarzt oder den Zahnärztlichen Notdienst auf.

Vermeiden Sie es, den Kopf nach unten zu neigen, verzichten Sie auf körperliche Anstrenungen. Außerdem sollten Sie auf keinen Fall Rauchen oder Alkohol trinken, da dies die Wundheilung stören kann.

Wenn in Ihrem Mund eine Krone, Brücke oder ein Inlay herausgefallen ist, sollten Sie das herausgefallene Stück unbedingt wieder einsetzen. Verwenden Sie dazu einfach handelsübliche Zahncreme. Gehen Sie wie folgt vor:
  • Spülen Sie den Mund vorsichtig mit Wasser aus. Für den Fall, dass sich weitere Bestandteile lösen sollten, schlucken Sie auf keinen Fall herunter, sondern spülen Sie bitte den Mundinhalt ins Waschbecken bei geschlossenem Abfluss.
  • Reinigen Sie das herausgefallene Stück unter fließendem Wasser
  • Probieren Sie zunächst, ob Sie das Stück wieder an seine ursprüngliche Stelle zurücksetzen können. Die meisten Zahnersatzteile passen nur in einer genau definierten Richtung. Wenden Sie keinen starken Druck an, wenn es nicht passen sollte.
  • Nehmen Sie das herausgefallene Teil wieder heraus, füllen es mit handelsüblicher Zahncreme
  • Setzen Sie nun das Zahnersatzstück wieder an seinen Ursprungsort und drucken es vorsichtig aber bestimmt fest.
Suchen Sie nun als nächstes Ihren Zahnarzt auf. Vermeiden Sie es, auf der betroffenen Stelle harte oder klebrige Nahrungsmittel zu kauen.
Kälteempfindliche Zähne oder ein unangenehmes Ziehen bei Kontakt mit sauren oder süßen Speisen können ein Zeichen von beginnenden Entzündungen oder undichtem Zahnersatz sein. Oft liegt aber einfach nur ein Zahnhals frei, etwa durch zu kräftiges Zähneputzen.

Reagiert ein Zahn empfindlich auf Wärme oder Berührung, ist meistens von einer Entzündung im Zahnnerv oder einer akuten Parodontitis auszugehen. Kühlen Sie die betreffende Stelle mit einem kalten Tuch. Verwenden Sie kein Eis. Suchen die dann Ihren Zahnarzt auf.

In jedem Fall sollten schmerzempfindliche Zähne immer vom Zahnarzt abgeklärt werden, auch wenn die Beschwerden plötzlich wieder verschwinden, da dies auch ein Anzeichen für einen absterbenden Nerv sein kann.

Falls Sie unter akuten Kiefergelenkschmerzen leiden, suchen Sie bitte bei nächster Gelegenheit uns oder Ihren Zahnarzt auf. In der Zwischenzeit verzichten Sie unbedingt auf harte Nahrung oder Speisen, bei denen Sie den Mund weit öffnen müssen. Kauen Sie kein Kaugummi.

Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können die schmerzbedingten Muskelverspannungen lindern (eventuelle Allergien beachten). Trinken Sie keinen Alkohol und rauchen Sie nicht, da sowohl Alkohol als auch Nikotin für eine zusätzliche Muskelanspannung und damit für eine Schmerzzunahme im Gelenk sorgen können.

Sie können zudem vorsichtig ein warmes Tuch oder ein leicht erwärmtes Körnerkissen auf das schmerzende Gelenk legen. Beenden Sie diese Behandlung jedoch umgehend, sollten sich die Beschwerden verschlimmern.

Gelenkschmerzen müssen immer vom Zahnarzt abgeklärt werden. Vereinbaren Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Termin.

Ein Zahnnotfall auf Reisen ist für die meisten Menschen eine sehr unangenehme Vorstellung. Zum Glück ist es sehr unwahrscheinlich, dass ausgerechnet in einem zweiwöchigen Sommerurlaub große Probleme auftreten. Sie können sich jedoch optimal vorbereiten, in dem Sie ein paar Grundregeln beachten:

  • Schmerzmittel gehören in jede Reiseapotheke. Führen Sie also immer entweder Ibuprofen oder Paracetamol (Allergien beachten) mit sich
  • Herausgefallene Zahnersatzteile können notdürftig mit Zahncreme wieder befestigt werden
  • Führen Sie Zwischenraumbürsten mit sich. Mit diesen Bürsten können Sie oft eingebissene Speisereste entfernen
  • Tragen Sie immer festes Schuhwerk in unwegsamem Gelände und rutschfeste Sohlen auf rutschigem Terrain. Dies schützt Sie sehr effektiv vor einem Sturz, bei dem Sie z.B. auf die Zähne fallen könnten
  • Laufen oder wandern Sie niemals mit den Händen in Ihren Taschen. Sie können sich bei einem Sturz nicht mehr schnell genug abfangen, wenn ihre Hände blockiert sind
  • Gehen Sie, insbesondere vor längeren Auslandsaufenthalten, zum Zahnarzt und nutzen Sie unser Prophylaxerecall. So können Sie sicher sein, dass Sie zumindest keine Probleme mit in den Urlaub nehmen
  • Nehmen Sie Zahnbehandlungen sofort in Angriff und schieben Sie diese nicht ohne wichtigen Grund auf.
Sollten Sie sich unsicher sein, welche Maßnahmen erforderlich sein könnten, sprechen Sie uns bitte an.
Außerhalb der üblichen Sprechstunden steht Ihnen der Zahnärztliche Notdienst der Zahnärztekammer Nordrhein zur verfügung.

Die aktuell diensthabenden Praxen erfahren Sie unter 01805986700 oder auf der Internetseite der Zahnärztekammer Nordrhein.

Sollten Sie oder ein Angehöriger Opfer eines Unfalles geworden sein und haben Verletzungen im Kopf – Hals Bereich oder anderen Bereichen des Körpers, rufen Sie im Zweifelsfall immer unter der Notrufnummer 112 den allgemeinen Notruf und somit einen Krankenwagen.
Bitte bringen Sie folgende Informationen immer (sofern verfügbar) zu einer Notfallbehandlung in unserer Praxis mit:
  • eventuelle Zahnfragmente
  • aktuelle Medikamentenliste
  • Informationen über Vorerkrankungen
  • Helfende Personen*
  • Versichertenkarte
* Nach einer Zahnbehandlung, insbesondere als Notfall, könnten Sie nach der Behandlung eingeschränkt fahrtauglich sein. Lassen Sie sich im Zweifelsfall lieber von einer helfenden Person oder einem Angehörigen zur Praxis begleiten.
Zahnsymbol mit Schutzschild
Et hätt noch emmer joot jejange​

Wir sind weiterhin für Sie da! Bitte lesen Sie unseren Beitrag mit Hinweisen zum Schutz vor einer Infektion mit Coronaviren.​